












{"id":434,"date":"2017-12-23T12:29:25","date_gmt":"2017-12-23T11:29:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.konflikthilfe.at\/?p=434"},"modified":"2017-12-23T12:29:25","modified_gmt":"2017-12-23T11:29:25","slug":"16-05-2001-ooe-nachrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.konflikthilfe.at\/it\/16-05-2001-ooe-nachrichten\/","title":{"rendered":"16.05.2001, O\u00d6. Nachrichten"},"content":{"rendered":"<p>Ich will dich nicht mehr sehen &#8211; Neuer Vermittlungsweg vor Scheidung<br \/>\n VON CHRISTINE RADMAYR<\/p>\n<p>&#8220;Ich will von dir nichts mehr sehen und h\u00f6ren&#8221;\u00ca-\u00caWut, Verletzung, Entt\u00e4uschung und Machtspiele machen optimale Vereinbarungen bei Trennung oder Scheidung oft sehr schwierig. Die Mediatorin Margreth Tews geht den Weg der Shuttle-Mediation, in der sie sich als Mittlerin zweier Parteien versteht.<\/p>\n<p>Wenn sich zwei nicht mehr gemeinsam an einen Verhandlungstisch setzen wollen, dann ist die Shuttle-Mediation ein Weg, Konfliktl\u00f6sungen zu finden, bei denen sich keiner der Parteien \u00fcber den Tisch gezogen f\u00fchlt. &#8220;Die Kinder sind oft die Leidtragenden, wenn sich Eltern trennen und keine klaren Vereinbarungen zwecks Besuchsrecht treffen k\u00f6nnen&#8221;, wei\u00df Tews aus der Praxis. &#8220;Andere Mediatoren weisen Scheidungswillige oft ab, wenn sie nicht gemeinsam die Sitzungen besuchen wollen&#8221;, sagt Tews, die daher den Weg der Shuttle-Mediation anbietet. Die Linzerin arbeitet in Einzelsitzungen mit Partnern und Kindern und h\u00f6rt sich deren Problemlage an. Sind Kompromisse ausgehandelt, werden beide Teile an den Tisch zur Unterschrift gebeten.<\/p>\n<p><strong>Gemeinsame Obsorge<\/strong><\/p>\n<p>Es f\u00e4llt bei Scheidungen oft schwer die Elternebene von der Paarebene zu trennen. Emotionale Verletzungen spiegeln sich im Kampf um die Kinder wider. &#8220;Klare \u00dcbereinkunft ist besonders hinsichtlich der gemeinsamen Obsorge, die ab Juli in \u00d6sterreich m\u00f6glich wird, wichtig&#8221;, sagt die Mediatorin, die auch bei Konflikten in Firmen vermittelnd t\u00e4tig ist. In Deutschland gibt es seit 1998 das Recht auf gemeinsame Obsorge, das von 60 bis 80 Prozent der Eltern auch gerne in Anspruch genommen wird.<\/p>\n<p>Tews Arbeit ist l\u00f6sungsorientiert und impliziert ein Kommunikationstraining f\u00fcr die Eltern. &#8220;Besonders Frauen sollen oft klarer in ihren Forderungen und in der Sprache sein. M\u00e4nner zahlen meist lieber, wenn sie ihre Kinder regelm\u00e4\u00dfig sehen und Kontakt haben.&#8221;<\/p>\n<p>Wenn neue Partner bei den Geschiedenen ins Spiel kommen kann es, laut Mediatorin, wieder zu Konflikten kommen. Die Eltern verpflichten sich, bei Prob-lemen wieder Kontakt mit der Mediatorin aufzunehmen. Tews will Scheidungskonflikte im Vorfeld ausr\u00e4umen, den Betroffenen Schmerz sowie viel Geld, das oft in Psychologen-Gutachten flie\u00dfen w\u00fcrde, ersparen.<\/p>\n<p>Ich will dich nicht mehr sehen &#8211; Neuer Vermittlungsweg vor Scheidung<br \/>\n VON CHRISTINE RADMAYR<\/p>\n<p>&#8220;Ich will von dir nichts mehr sehen und h\u00f6ren&#8221;\u00ca-\u00caWut, Verletzung, Entt\u00e4uschung und Machtspiele machen optimale Vereinbarungen bei Trennung oder Scheidung oft sehr schwierig. Die Mediatorin Margreth Tews geht den Weg der Shuttle-Mediation, in der sie sich als Mittlerin zweier Parteien versteht.<\/p>\n<p>Wenn sich zwei nicht mehr gemeinsam an einen Verhandlungstisch setzen wollen, dann ist die Shuttle-Mediation ein Weg, Konfliktl\u00f6sungen zu finden, bei denen sich keiner der Parteien \u00fcber den Tisch gezogen f\u00fchlt. &#8220;Die Kinder sind oft die Leidtragenden, wenn sich Eltern trennen und keine klaren Vereinbarungen zwecks Besuchsrecht treffen k\u00f6nnen&#8221;, wei\u00df Tews aus der Praxis. &#8220;Andere Mediatoren weisen Scheidungswillige oft ab, wenn sie nicht gemeinsam die Sitzungen besuchen wollen&#8221;, sagt Tews, die daher den Weg der Shuttle-Mediation anbietet. Die Linzerin arbeitet in Einzelsitzungen mit Partnern und Kindern und h\u00f6rt sich deren Problemlage an. Sind Kompromisse ausgehandelt, werden beide Teile an den Tisch zur Unterschrift gebeten.<\/p>\n<p>Gemeinsame Obsorge<\/p>\n<p>Es f\u00e4llt bei Scheidungen oft schwer die Elternebene von der Paarebene zu trennen. Emotionale Verletzungen spiegeln sich im Kampf um die Kinder wider. &#8220;Klare \u00dcbereinkunft ist besonders hinsichtlich der gemeinsamen Obsorge, die ab Juli in \u00d6sterreich m\u00f6glich wird, wichtig&#8221;, sagt die Mediatorin, die auch bei Konflikten in Firmen vermittelnd t\u00e4tig ist. In Deutschland gibt es seit 1998 das Recht auf gemeinsame Obsorge, das von 60 bis 80 Prozent der Eltern auch gerne in Anspruch genommen wird.<\/p>\n<p>Tews Arbeit ist l\u00f6sungsorientiert und impliziert ein Kommunikationstraining f\u00fcr die Eltern. &#8220;Besonders Frauen sollen oft klarer in ihren Forderungen und in der Sprache sein. M\u00e4nner zahlen meist lieber, wenn sie ihre Kinder regelm\u00e4\u00dfig sehen und Kontakt haben.&#8221;<\/p>\n<p>Wenn neue Partner bei den Geschiedenen ins Spiel kommen kann es, laut Mediatorin, wieder zu Konflikten kommen. Die Eltern verpflichten sich, bei Prob-lemen wieder Kontakt mit der Mediatorin aufzunehmen. Tews will Scheidungskonflikte im Vorfeld ausr\u00e4umen, den Betroffenen Schmerz sowie viel Geld, das oft in Psychologen-Gutachten flie\u00dfen w\u00fcrde, ersparen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuer Vermittlungsweg vor Scheidung<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-434","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-zeitungsartikel-it"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.konflikthilfe.at\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/434","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.konflikthilfe.at\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.konflikthilfe.at\/it\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.konflikthilfe.at\/it\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.konflikthilfe.at\/it\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=434"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.konflikthilfe.at\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/434\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":435,"href":"https:\/\/www.konflikthilfe.at\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/434\/revisions\/435"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.konflikthilfe.at\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=434"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.konflikthilfe.at\/it\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=434"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.konflikthilfe.at\/it\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=434"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}